Die Leber: Energielieferant und Entgifter

Die Leber spielt beim Stoffwechsel eine zentrale Rolle, entzieht dem Blut gefährliche Stoffe und produziert Galle für die Verdauung.
Dem einen ist eine Laus über die Leber gelaufen, der nächste redet frei von der Leber weg und manch einer spielt die beleidigte Leberwurst. Die Sprache kennt einige Formulierungen, in denen die Leber vorkommt. Früher dachten die Menschen, die Leber sei der Sitz der Gefühle. Heute ist bekannt, welche zentrale Rolle das durchschnittlich 1,5 Kilogramm schwere Organ unter anderem beim Kohlenhydratstoffwechsel übernimmt. Die Leber, die sich in vier Leberlappen unterteilt, ist die größte Drüsen beim Erwachsenen. Sie befindet sich im rechten Oberbauch.

Die Funktion der Leber ist überaus wichtig: Denn die Leber wandelt den wichtigsten Energieträger des Körpers, die Glukose, in Glykogen um und speichert es. Bei Bedarf baut sie dieses Glykogen wieder ab und setzt daraus Glukose frei. Weitere Aufgabe der Leber: Sie bildet aus Aminosäuren, den Grundbausteinen des in der Nahrung enthaltenen Eiweißes, lebenswichtige Einweißstoffe wie Blutgerinnungsfaktoren. Zudem wandelt sie freie Fettsäuren aus der Nahrung um und speichert sie. Die Leber kann außerdem das unter anderem als Grundstoff für Hormone genutzte Cholesterin herstellen.

Den Körper entgiften

Der Körper muss Stoffwechselprodukte, Medikamente und Giftstoffe abbauen und aussscheiden. Die Leberzellen entziehen dem Blut Stoffe, die dem Organismus gefährlich werden könnten. So wird beispielsweise Ammoniak, das die Nervenzellen schädigt, in ungefährliche Substanzen umgewandelt. Sind die Endprodukte dieses Umwandlungsprozesses gut wasserlöslich wie etwa Harnstoff, werden sie ans Blut abgegeben. Die Nieren filtern diese Substanzen aus dem Blut und scheiden sie mit dem Harn aus. Stoffe, die nicht so gut wasserlöslich sind, werden in die Galle abgegeben und mit dem Stuhl ausgeschieden. Zumindest teilweise werden Alkohol und Arzneiwirkstoffe von den Leberzellen aus dem Blut gefiltert und abgebaut.

Schmerzen im Bereich der Leber

Um Schädigungen der Leber festzustellen, werden im Labor anhand von Blutproben die Leberwerte ermittelt. Schmerzen im Bereich der Leber können zum Beispiel auf eine Leberentzündung hinweisen, auch Hepatitis, Gelbsucht oder Gilb genannt. Ein Leberversagen kann Folge einer Leberentzündung sein oder einer fortgeschrittenen Leberzirrhose. Größere Eingriffe sind Leberoperationen sowie Lebertransplantationen.

Quelle: Apotheken Umschau.de

Schwangerschaftsdiabetes wird zu selten erkannt

 In Deutschland entwickeln bis zu 20 Prozent der werdenden Mütter Schwangerschaftsdiabetes. Erkannt und behandelt werde aber nur jede zehnte Betroffene, berichtete die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) am Dienstag (9. März) in Bonn.

Schwangere sollten daher grundsätzlich und regelmäßig auf Diabetes untersucht werden. Die Folgen von Schwangerschaftdiabetes seien erhöhte Risiken für Mutter und Kind bei der Geburt aber auch erhöhte Langzeitrisiken. Beim Kind verdreifache sich das Risiko auf späteres Übergewicht, auf Diabetes und demzufolge auch auf Herz-Kreislauf-Krankheiten. Bei der Mutter steige die Gefahr, im späteren Leben Diabetes zu entwickeln.

Dies ergaben der DGE zufolge neue Forschungen zur vorgeburtlichen Programmierung. Nach ersten Erkenntnissen werden dabei Regelsysteme im Gehirn unter anderem für den Stoffwechsel und das Körpergewicht bereits während der Entwicklung im Mutterleib eingestellt.

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Vor Schwangerschaft Normalgewicht anstreben

Bonn (dpa/tmn) - Vor einer geplanten Schwangerschaft sollten Frauen ein normales Körpergewicht anstreben. Das kann sie vor einem Schwangerschaftsdiabetes schützen und verhindern, dass sie im späteren Leben an Diabetes Typ 2 erkranken.

Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn hin. Außerdem sinke bei normalem Gewicht der Mutter auch die Gefahr für das ungeborene Kind, später übergewichtig zu werden und Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Krankheiten zu bekommen. Auch während der Schwangerschaft sollten werdende Mütter darauf achten, nicht übermäßig zuzunehmen.

Informationen: Tipps dazu enthält die Broschüre «Essen und Trinken 2008». Sie ist unter der Artikel-Nummer 208500 beim DGE-MedienService unter www.dge-medienservice.de, per Mail an info@dge-medienservice oder telefonisch unter 0228/909 26 26 für 3,90 Euro plus Versandkosten erhältlich.

Quelle: Newsticker Süddeutsche.de

Orthopädie- So werden überlastete Füße schonend behandelt

Viele Menschen schenken ihren Füßen erst Aufmerksamkeit, wenn sie Beschwerden verursachen. Dabei leisten sie Schwerstarbeit, tragen viele Jahrzehnte hindurch 60, 70 oder 80 Kilo Körpergewicht durch das ganze Leben. Um das zu können, verfügt ein Fuß über eine ausgeklügelte Konstruktion, die aus 26 Knochen besteht. Die beiden größten sind das Fersenbein und das Sprungbein, beides Vertreter der insgesamt sieben Fußwurzelknochen. Am Sprungbein schließt nach oben hin der Unterschenkel an, und zur Fußspitze stellen fünf Mittelfußknochen die Verbindung zu den Zehen her. Jeder Zeh besitzt drei Knochenelemente, lediglich die Großzehe hat nur zwei.

Bei dauerhaften Überlastungen streiken zuerst die Gelenke zwischen der Fußwurzel und dem Mittelfuß. In erster Linie betroffen sind dabei der zweite und dritte Mittelfußknochen – vom großen Zeh aus gezählt. Werden die Schmerzen zu groß, dann hilft nur noch eine Operation, bei der das betroffene Gelenk ruhig gestellt wird, und hier gibt es seit Kurzem eine Neuerung. In Zusammenarbeit mit der Berliner Firma Merete hat Jürgen Walpert von der Hamburger Klinik Fleetinsel eine kleine Titanplatte entwickelt, die das Gelenk von Mittelfuß und Fußwurzel überspannt und mit beiden Knochen verschraubt wird. „Ein Vorteil der Platte ist, dass sie so stabil konzipiert wurde, dass nach einer Operation der Fuß direkt wieder voll belastbar ist. Der Patient muss lediglich einen Verbandsschuh mit flacher Sohle tragen, der wesentlich komfortabler ist als ein Gipsverband oder ein Entlastungsschuh“, sagt Walpert, Facharzt für Orthopädie und Fußchirurgie.
Tritt nach längeren Spaziergängen oder Wanderungen ein ziehendes Gefühl im Mittelfußbereich auf, dann kann das ein erstes Anzeichen für eine beginnende Arthrose in den Gelenken zwischen Mittelfuß und Fußwurzel sein. Später wird der betroffene Bereich druckempfindlich und schon normale Alltagsschuhe verursachen Schmerzen. Wird schon im Anfangsstadium ein Arzt konsultiert, dann helfen oft noch orthopädische Schuheinlagen oder Krankengymnastik.

Ist der Gelenkverschleiß aber weit fortgeschritten, dann muss operiert werden. Häufig sei der bekannte Hallux valgus die eigentliche Ursache, sagt Walpert: „Die Großzehe ist zur Seite fehlgestellt und kann dadurch nicht mehr am normalen Abrollvorgang des Fußes teilnehmen. Die Kleinzehen müssen die Mehrarbeit verrichten und werden dauerhaft überlastet. Die Folgen sind typische Beschwerden im Mittelfußbereich.“ Aber auch weitverbreitete Fehlstellungen des Fußes wie Senk-, Spreiz-, Hohl- und Plattfuß können solche Beschwerden verursachen. Am Ende der Entwicklung steht dann eine Arthrose, ein zerstörtes Gelenk.
Neben diesen eher langfristig wirksamen Ursachen für den Gelenkverschleiß kommt die Titanplatte mit dem Handelsnamen MetaCun auch bei dem akuten Bruch eines Mittelfußknochens zum Einsatz. Das ist allerdings nur bei gelenknahen Brüchen der Fall, sodass die Platte dann Bruchstelle und Gelenk überspannt.

Das Mittelfußgelenk hat nur einen sehr geringen Bewegungsspielraum. Trotzdem können die Beschwerden so groß werden, dass nur noch eine Ruhigstellung mittels Operation die einzig sichere Behandlung darstellt. Für die Ruhigstellung wurden bislang Schrauben und Metallklammern verwendet, die sich aber oft wieder lockerten, was für den Patienten eine weitere Operation bedeutete. Zudem wurde nach der Operation eine Gipsschiene angelegt, um den Fuß vier bis sechs Wochen lang zu fixieren. „Die winkelstabile Titanplatte gibt dem Patienten von Anfang an eine hohe Sicherheit, dass es zu keiner Lockerung kommt“, sagt Walpert.

Die Platte kann sogar dauerhaft im Fuß verbleiben. Die Bezeichnung „winkelstabil“ bedeutet, dass Schrauben und Platte sich nicht gegeneinander bewegen können. Das verleiht dem System die besondere Stabilität. Dazu sind die Schrauben ähnlich wie die aus der Technik bekannten Madenschrauben konstruiert – sie besitzen auch im Kopfbereich ein Gewinde. Ein Gegengewinde befindet sich in jedem Schraubenloch der Platte. Bei der Operation wird die Schraube durch das Loch in der Platte in den Knochen gedreht. Im Endeffekt entsteht eine feste Verbindung zwischen Schraube und Platte. Zu dieser Stabilität müssen nicht mehr die Knochen beitragen, was insgesamt eine Entlastung bedeutet.

Mittelfußknochen brechen oft schon bei relativ geringen Belastungen wie heftigem Auftreten oder Umknicken des Fußes. Dann können eine Operation und die Fixierung des Mittelfußgelenks unausweichlich sein. Um aber eine Schädigung durch chronische Überlastung zu vermeiden, empfiehlt es sich, nicht nur kosmetische Fußpflege zu betreiben.
Schmerzhafte Dauerschäden lassen sich vermeiden, wenn ein Spreizfuß oder eine andere Fehlstellung rechtzeitig korrigiert wird. Das gilt besonders für Kinder, deren Fuß noch wächst.

Quelle: Welt.de

Arteriosklerose Abnehmen putzt die Gefäße

Diäten können nicht nur zu einer schlanken Figur verhelfen. Sie schützen auch das Herz, indem sie den Blutdruck senken und verstopfte Gefäße von Ablagerungen befreien.
Israelische Wissenschaftler haben den Effekt dreier Diäten auf die Gefäße untersucht. Sie fanden heraus, dass sowohl eine gemäßigte fett- oder kalorienarme Ernährung als auch eine Mittelmeerdiät Arteriosklerose rückgängig machen können.

140 schwergewichtige Probanden – überwiegend Männer zwischen 40 und 65 mit hohem Arterioskleroserisiko – aßen und tranken zwei Jahre lang nach Vorschrift. Sie mussten ihren kalorienreduzierten Speiseplan in einem Ernährungstagebuch festhalten und von Zeit zu Zeit Fragebögen der Forschungsgruppe beantworten. Ein Viertel der Probanden nahm Cholesterinsenker, ein Drittel von ihnen Blutdruckmittel ein. Diese Medikation sollten sie während der Studiendauer beibehalten. Die Wissenschaftler führten regelmäßig Ultraschalluntersuchungen der Halsschlagader durch.
Am Ende des Versuchs waren nicht nur die Versuchsteilnehmer, sondern auch ihre Gefäße schlanker geworden: Die Arterienwand maß fünf Prozent weniger – in den Augen von Studienleiterin Iris Shai und Kollegen eine signifikante Verbesserung.

Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe verbesserten sich durch die reduzierte Ernährung auch der Blutdruck, die Cholesterin- und Homocysteinwerte – alles Faktoren, die auf die Gesundheit von Herz und Kreislauf wirken.

Die drei verschiedenen Diätansätze führten allezu gleich guten Ergebnissen. Daher gehen die Wissenschaftler davon aus, dass der Effekt durch die Gewichtsabnahme kam, nicht durch bestimmte Nährstoffe des einen oder anderen Ernährungsprinzips. Es hatte zuvor Vermutungen gegeben, dass eine kohlenhydratarme und eiweißreiche Diät den Gefäßen schaden könnte. Für das Team von Iris Shai hat die Studie den Beweis erbracht, dass nicht nur moderne Medikamente Gefäßablagerungen aufhalten können, sondern auch verschiedene Diäten, die das Gewicht reduzieren.

Quelle: Focus.de

Gesundheitscheck

Wir können einiges dafür tun, lange gesund und fit zu bleiben. Im Alltag ist das oft nicht einfach: Stress zehrt an den Nerven, Zeitmangel durchkreuzt die Pläne für gesunde Ernährung, der Schreibtisch hindert uns an ausreichender Bewegung. Doch auch bei gesunder Lebensweise kann es zu Erkrankungen kommen.
Ein Grund mehr, sich regelmäßig einem Gesundheitscheck zu unterziehen.

Obwohl unter gewissen Voraussetzungen sogar die Krankenkassen die Kosten für einen Gesundheits-Checkup übernehmen, sind wir eher Vorsorgemuffel. Dabei lassen sich mit den Untersuchungen der Gesundheitsvorsorge viele Erkrankungen frühzeitig erkennen. Findige Anbieter haben sich zu Nutze gemacht, dass wir zunehmend unter Stress stehen und wenig Zeit haben, auf der anderen Seite damit aber auch das Risiko für bestimmte Krankheiten wächst – und die Angst davor. Solche Privatkliniken verbinden entweder das Angebot für einen umfassenden Gesundheitscheck mit einem Wellness-Aufenthalt oder bieten die „Management-Checkup-Lösung“ an, bei der in wenigen Stunden das gesamte Vorsorgeprogramm – quer durch verschiedene ärztliche Disziplinen – durchgezogen wird. Doch auch der niedergelassene Arzt kann Untersuchungen zur Gesundheitsvorsorge durchführen oder verordnen – eine Variante, die ab dem 35. Lebensjahr alle 2 Jahre sogar von den Kassen übernommen wird, aber evtl. etwas längere Wartezeiten abverlangt. Zudem werden dabei nur Basiswerte erhoben; wer mehr wissen will, muss doch wieder ins eigene Portemonnaie greifen.
Der Basis-Gesundheitscheck
Wie bei jeder ärztlichen Untersuchung gehören auch hier ein Gespräch mit Erhebung von Vorerkrankungen, Risikofaktoren und Familiengeschichten sowie eine Ganzkörperuntersuchung zum Programm. Dazu wird Blut abgenommen und – ebenso wie der Urin – im Labor untersucht. Zudem werden der Blutdruck gemessen und eine Ruhe-EKG geschrieben. Dieser – von den Kassen bezahlte – Basis-Check-up gibt Aufschluss über den Gesundheitszustand vor allem bezüglich des Herz-Kreislauf-Systems und der Nieren sowie darüber, ob eine Zuckerkrankheit vorliegt. Oft wird dieser Check-up mit – je nach Alter unterschiedlichen – Krebsvorsorgeuntersuchungen zur Erkennung von Krebs gekoppelt. So wird beispielsweise nach Blut im Stuhl gefahndet und bei Männern evtl. zusätzlich der PSA-Wert bestimmt. Ist dieses „prostataspezifische Antigen“ erhöht, kann das ein Hinweis auf eine krankhafte Veränderung der Vorsteherdrüse sein – die durch eine Ultraschalluntersuchung näher beleuchtet werden kann.
Der umfassende Gesundheitscheck
Weitere Untersuchungen müssen – wenn sie nicht durch eine Verdachtsdiagnose begründet sind – aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Zur Beurteilung der Herz-Kreislauf-Situation wird ein EKG unter Belastung durchgeführt, meist auf einem Fahrradergometer. Bei Menschen (meist) ab dem 50. Lebensjahr wird in der Regel auch eine Ultraschalluntersuchung des Herzens durchgeführt (Echokardiographie), ergänzt durch einen Ultraschall (Duplex) der Hirngefäße.

Die Funktion der Lunge wird mittels einer Spirometrie geprüft, die Bauchorgane werden mit Ultraschall durchgecheckt. Bei Menschen etwa ab 50 steigt das Risiko für Darmkrebs, weshalb eine Dickdarmspiegelung (Sigmoidoskopie) angebracht ist (und im Rahmen der Krebsvorsorge auch ab dem 55. Lebensjahr alle 10 Jahre von der Krankenkasse bezahlt wird). Manche Anbieter empfehlen bei Patienten über 55 sogar eine Spiegelung des gesamten Dickdarms (Koloskopie) – wozu wegen der erforderlichen Darmreinigung allerdings ein weiterer Untersuchungstag eingeplant werden muss.

Oft wird beim Check-up auch eine Prüfung von Augen und Ohren befürwortet: Beim Hörtest (Audiometrie) können erste Hinweise auf eine Altersschwerhörigkeit entdeckt werden. Bei der Spiegelung des Augenhintergrundes lassen sich Gefäßveränderungen entdecken, die zum Beispiel auf einen Bluthochdruck oder eine Zuckerkrankheit hinweisen, aber auch über den allgemeinen Gefäßstatus Aufschluss geben. Augenärzte empfehlen zudem eine Messung des Augeninnendrucks.

Für Frauen wird meist auch eine gynäkologische Untersuchung angeboten, die einen Abstrich, eine Ultraschalluntersuchung der Geschlechtsorgane und evtl. eine Untersuchung der Brust mittels Mammographie und Ultraschall umfasst. Sie bietet allerdings keinen Mehrwert zur üblichen Krebsvorsorge in der Frauenarztpraxis – außer dass sie an Ort und Stelle gleich „miterledigt“ werden kann. Immer sollte sich ein ärztliches Gespräch anschließen, bei dem die Befunde und Konsequenzen besprochen werden. Im besten Fall wird der Arzt den Betroffenen beraten und ihm mit konkreten Tipps dabei zu helfen, sich gesünder zu ernähren, mehr zu bewegen und entspannter zu arbeiten.

Quelle: Gesundheit.de

Hautpflege bei Kälte besonders wichtig

Unsere Haut braucht im Winter eine besondere Pflege, schließlich ist sie mit einer Fläche von bis zu zwei Quadratmetern das größte Organ unseres Körpers! Die Haut ist jedoch nur wenige Millimeter dick – und somit empfindlich. Gerade im Winter setzten eisige Temperaturen draußen und trockene Heizungsluft in den Innenräumen der Haut sehr zu. Auch die ständigen Temperaturschwankungen machen ihr Probleme. Dabei kann die Haut kann schon bei kühlen Temperaturen von plus acht Grad Schaden nehmen! Bei niedrigen Temperaturen produzieren die Talgdrüsen unserer Haut weniger Hautfett; bei extremer Kälte wird die Fettproduktion sogar ganz eingestellt. Genauso wie die Heizungsluft trocknet Kälte die Haut aus. Das Resultat ist eine trockene Haut, die spannt und juckt. Wenn die Haut dann Risse bekommt, können leicht Bakterien und Erreger eindringen und Entzündungen oder gar Herpes verursachen.
Deshalb ist es wichtig, die Haut ganz besonders in der kalten Jahreszeit gut zu pflegen und ihr genügend Feuchtigkeit zuzuführen. Dabei sollten allerdings Cremes auf Wasserbasis vermieden werden! Diese verdunsten zu schnell und können sogar zu Erfrierungen führen! Empfohlen werden deshalb fetthaltige Cremes mit pflanzlichen Ölen wie etwa Oliven-, Argan-, Nachtkerzensamen- oder Borretschsamenöl. Diese Cremes ähneln der natürlichen Lipidschicht in der Haut. Wirkstoffe wie Sheabutter oder Linolsäure schützen gegen Kälte; Urea (Harnsäure) und Panthenol binden die Feuchtigkeit. Eine trockene Haut neigt auch eher dazu, Fältchen zu bilden. Auch können unschöne Flecken, Schuppen oder andere Hautirritationen entstehen. Feuchtigkeitsspender mit Meeresextrakten und Thermalwasser beruhigen eine gestresste Winterhaut.

Aber nicht nur Pflegemittel und Kosmetika helfen unserer Haut im Winter gesund und schön zu bleiben, auch naturheilkundliche Massnahmen wie zum Beispiel Saunagänge, Wechselbäder oder Massagen tragen dazu erheblich bei. Sie regen die Durchblutung der Haut an und machen sie so gegen äußere Einflüsse unempfindlicher.

Quelle: Heute-gesund-leben.de

Therapie nach Schlaganfall- Singend zur Sprache

Mit einer neuen Therapie haben US-Forscher Schlaganfall-Patienten ihre Sprache zumindest teilweise zurückgegeben.

Menschen, deren Sprachzentrum bei einem Gehirnschlag zerstört wurde, können nach Angaben von US-Forschern singend ihre Sprache zurückgewinnen. Auf einer Tagung der US-Forschungsvereinigung AAAS (American Academy for the Advancement of Science) präsentierte der Neurologe Gottfried Schlaug von der Harvard Universität Videoaufnahmen, in denen Patienten nach einem Schlaganfall zwar nicht sprechen, einzelne Satzteile jedoch singen können. So ist in einem Video ein Mann zu sehen, der aufgefordert wird, Textzeilen des Liedes “Happy Birthday” aufzusagen. Dies gelingt ihm jedoch erst, als er sie singt.
Während das Sprachzentrum auf die linke Hirnhälfte beschränkt ist, aktiviere Musik beide Seiten des Hirns, erläuterte Schlaug den Effekt. Über die Musik könnten Patienten so wieder sprechen lernen. Hirnaufnahmen zeigten, dass die von der Musik angesprochenen Zentren neue Verbindungen im Hirn knüpfen.
In der von Schlaug vorgeschlagenen Musiktherapie lernen die Patienten zunächst etwa hundert Sätze wie “Ich bin hungrig”, “Ich habe Durst” und “Ich muss auf die Toilette”. Er habe aber schon Patienten erlebt, die nach der Therapie so weit waren, dass sie eine öffentliche Rede halten konnten, sagte der Neurologe.

Nachteil der Therapie ist Schlaugs Worten zufolge, dass sie mindestens 75 Sitzungen erfordert. Allerdings könnten auch Verwandte oder Freunde das Verfahren erlernen und täglich mit den Patienten trainieren.

 Quelle: Sueddeutsche.de

Chlamydien: Jährlich testen lassen

Frauen bis zu 25 Jahren sollten sich einmal pro Jahr auf Chlamydien testen lassen. Da ihre Immunabwehr im Genitalbereich noch nicht ausgereift sei, hätten sie ein erhöhtes Infektionsrisiko, erklärt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in München.

Das jährliche Chlamydien-Screening sei auch für Frauen sinnvoll, die keine Beschwerden haben. Denn diese treten in der Regel erst 5 bis 21 Tage nach der Infektion auf. In manchen Fällen betrage die Inkubationszeit bis zu sechs Wochen. Da die Bakterien sexuell übertragen werden, schützen Kondome wirksam vor Infektionen.

Werden Chlamydien rechtzeitig entdeckt, können sie laut BVF gut mit Antibiotika behandelt werden. Dabei sollte sich auch der Sexualpartner behandeln lassen, damit die Bakterien nicht erneut durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Unbehandelt können Chlamydien schwere gesundheitliche Schäden bis zur Unfruchtbarkeit verursachen. Anzeichen für eine Infektion können Unterbauchbeschwerden, gelblicher Ausfluss, Juckreiz, Brennen beim Wasserlassen sowie Blutungen und Fieber sein.

Quelle:  Onmeda.de

Die Grippe hinterlässt ein wehrloses Immunsystem

Warum geht eine Grippe häufig mit lebensbedrohlichen Folgeinfektionen einher, die nicht auf die Grippeviren selbst zurückgehen? US-Forscher haben erstmals herausgefunden, warum sich krankheitserregende Bakterien nach einer Infektion mit dem Grippe-Virus so leicht im Körper einnisten können.
US-Forscher haben mit Hilfe eines Maus-Modells herausgefunden, warum eine Grippe so häufig mit lebensbedrohlichen Folgeinfektionen einhergeht: Der Schaden, den die Grippeviren am Lungengewebe anrichten, löst im Körper eine Stressantwort aus – und die unterdrückt wiederum die Abwehrreaktionen, die das Immunsystem normalerweise gegen eine folgende Infektion mit Bakterien einleiten würde. Daher können sich Krankheitserreger nach einer Grippe sehr viel leichter einnisten, vermehren und sogar im ganzen Körper ausbreiten als sonst.

Die verantwortliche Stressreaktion zu unterdrücken, ist allerdings auch kein Ausweg aus der Bredouille: Fehlt sie, kann der Körper die Entzündung in der Lunge nicht unter Kontrolle halten, und der Angriff mehrerer Erreger endet sogar noch häufiger fatal. Die Wissenschaftler um Amanda Jamieson von der Yale-Universität in New Haven stellen ihre Entdeckung im Fachblatt „Cell Host & Microbe“ vor.

Die Todesfälle nach Infektionen mit Grippe-Erregern, den Influenza-Viren, gehen sehr häufig gar nicht auf die Viruserkrankung selbst zurück, sondern auf folgende Infektionen mit Bakterien. Besonders gefährdet sind dabei natürlich die ohnehin schon geschwächten Atemwege. Aber auch so genannte systemische Infektionen, bei denen sich die Bakterien im ganzen Körper ausbreiten, kommen überdurchschnittlich häufig vor - warum, wurde bislang kaum untersucht.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Gruppen entschieden sich die Amerikaner daher jetzt dafür, nicht die lokale, sondern die allgemeine Reaktion des Immunsystems auf eine Influenza-Infektion zu beobachten. Ihre These: Die Bekämpfung eines Virus erfordert so viele Veränderungen und Umbauten im Immunsystem, dass eine nachfolgende Konfrontation mit einem zweiten Erreger zwangsläufig auch eine veränderte Immunantwort hervorrufen muss.
Die Wissenschaftler infizierten also Mäuse mit Influenza-Viren und steckten sie einige Tage später mit Bakterien an, die vor allem die Leber befallen. Tatsächlich war der Verlauf der Erkrankung bei dieser Co-Infektion völlig anders als bei Mäusen, die jeweils nur mit einem Erreger fertig werden mussten. Das Hauptproblem: Die typischen Abwehrmaßnahmen vor Ort in der Leber liefen nur sehr schleppend, wenn überhaupt an.

Schuld daran ist anscheinend ein erhöhter Stresshormonspiegel, den der Mäusekörper als Reaktion auf die Grippe-Schäden an der Lunge bildet. Da Cortisol und Co bekanntermaßen entzündungshemmend wirken, scheint eine Erhöhung des Spiegels in einer solchen Situation auf den ersten Blick unsinnig zu sein.
Offenbar ist sie aber überlebenswichtig, entdeckten die Forscher: Unterdrückten sie nämlich die Stresshormonbildung, lief die Entzündungsreaktion in der Lunge Amok, sobald die Mäuse mit Viren und Bakterien infiziert wurden. Die Folge: Das Lungengewebe wurde zerstört und die Tiere starben.

Um bessere Behandlungsmöglichkeiten für Co-Infektionen zu entwickeln, müsse also nach einer Möglichkeit gesucht werden, die bakterielle Abwehr wieder anzukurbeln, ohne das Immunsystem außer Kontrolle geraten zu lassen, so die Forscher.

Quelle: Welt.de

Schlafprobleme - Fast jeder zweite betroffen

Wie jetzt eine aktuelle Umfrage ergeben hat, leidet fast jeder zweite in Deutschland unter Schlafstörungen. Fast zwei Drittel der Befragten gab an, unter Einschlafproblemen zu leiden. Ein weiteres Drittel hat Durchschlafprobleme und fast jeder Fünfte wird zu früh wach. Wenn Schlafprobleme nicht ärztlich untersucht werden, kann es langfristig zu psychischen Problemen führen, bis hin zu Depressionen. Werden Schlafmittel zur eigenen Behandlung der Schlafprobleme eingesetzt, so haben diese Nebenwirkungen und die weitere Kontrolle bedarf einer ärztlichen Untersuchung. Wichtig ist auch den Ursachen nachzugehen, denn diese sind vielleicht nicht nur auf organische sondern auch auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Schlafstörungen sollten deshalb nicht unterdrückt oder ignoriert werden.

Quelle: Gesundheit-aktuell.de