Erhalten Kinder die Möglichkeit, tagsüber ausreichend Wasser zu sich zu nehmen, so kann das Risiko für Übergewicht deutlich verringert werden. Das ist das Ergebnis einer Studie aus Dortmund.
Insgesamt nahmen knapp 3.000 Grundschüler an der so genannten DONALD-Studie (Dortmunt Nutritional and Anthropometric Longitudinally Study) teil. Die Grundschüler wurden in zwei Gruppen geteilt. In der ersten aus insgesamt 1.641 Kindern bestehenden Gruppe aus Dortmund wurden so genannte Verhaltens- und Verhältsnismaßnahmen an den jeweiligen Schulen durchgeführt. Über einen Zeitraum von einem Jahr lernten diese Mädchen und Jungen im Unterricht Maßnahmen zum Thema Wasser und Trinken kennen. In den Schulen wurden ebenfalls Wasserspender aufgestellt und jedes Kind erhielt seine eigene Trinkflasche.
Im Vergleich dazu stand eine Gruppe aus 1.309 Grundschülern aus Essen. An den insgesamt 15 Schulen, auf die sich die Kinder verteilten, wurden keine Präventionsmaßnahmen zu Wasser und Trinken durchgeführt. Zu Beginn und Ende der Studie wurden die Teilnehmer nach Ihren Trinkgewohnheiten befragt sowie Körpergröße und ?gewicht der Kinder gemessen.
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Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Grundschüler, denen ausreichend Wasser zur Verfügung gestellt wurde, rund ein Glas Wasser pro Tag mehr trinken. Dadurch wurde das tägliche Flüssigkeitsdefizit vieler Kinder ausgleichen. Eine Veränderung des Saft- und Limonadenkonsums konnte jedoch nicht festgestellt werden. In beiden Gruppen waren zu Studienbeginn gleich viele Kinder mit Übergewicht. Nach Ende des Studienjahres war bei den Kindern mit dem erhöhten Wasserkonsum ein deutlich geringeres Risiko für Übergewicht festzustellen als bei der Kontrollgruppe.
Daher sehen die Wissenschaftler der Studie in gezielten Maßnahmen zum Umgang mit Trinken und Wasser von Beginn der Schulzeit an einen wichtigen Bestandteil der Übergewichtsprävention.
Quelle: Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund