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Impfung zur Bekämpfung von Malaria in Sicht

Written By: sunnyapo - Nov• 03•09

Jedes Jahr sterben mehr als 900.000 Menschen an Malaria. Deshalb beraten Experten in dieser Woche in der kenianischen Hauptstadt Nairobi über einen neuen Impfstoff. Dieser hat in den ersten beiden Testreihen erstaunliche Ergebnisse verzeichnet. In drei bis fünf Jahren könnte der Stoff bereit stehen.

Malaria gilt als eine der Haupttodesursachen in armen Ländern. Besonders Kinder sind von der Krankheit betroffen. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO stirbt alle 30 Sekunden ein Kind an der Tropenkrankheit. Um die Krankheit endlich einzudämmen, testen Experten seit einiger Zeit einen neuen Impfstoff. Die ersten zwei Testphasen wurden bereits durchgeführt. Experten zufolge ist der Impfstoff erfolgreicher als alle bisher getesteten Präparate.

Die Ergebnisse werden seit Montag der fünften Konferenz der Multilateralen Malaria-Initiative in der kenianischen Hauptstadt Nairobi dargestellt. Noch bis Freitag beraten rund 2.000 Wissenschaftler, Mediziner und Gesundheitsexperten über Möglichkeiten, die Krankheit zu bekämpfen. „Es ist der größte Kongress zur Malaria, den es bisher gegeben hat“, erklärt Lindsay Crouse von der Multilateralen Malaria-Initiative (MIM), die zu dem Treffen eingeladen hat.
In sieben afrikanischen Ländern werden derzeit 16.000 Kinder mit dem RTSS genannten Impfstoff oder einem Placebo geimpft. Die bisherigen Ergebnisse stimmen die beteiligten Forscher optimistisch: Bei mehr als fünfzig Prozent der Kinder, die in Phase 2 untersucht wurden, wiesen die Wissenschaftler tatsächlich einen Impfschutz nach. „Wir sind zuversichtlich, dass wir in drei bis fünf Jahren einen Impfstoff haben, der Kindern mit den anderen Grundimpfungen verabreicht werden kann“, glaubt der Kinderarzt Walter Otieno, der sich an den Feldversuchen beteiligt.

Jetzt geht der neue Impfstoff in die letzte Testphase. „Wenn wir diese Phase überstehen, ist der Impfstoff reif für den Markt“, sagt Walter Otieno. Damit würde der Impfstoff die Malariaprophylaxe revolutionieren. Denn bisher setzt man unter anderem auf Medikamente, die wegen immer neuer Resistenzen der Erreger oft keine große Wirkung haben.

Quelle: Welt.de

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