Versandhandel mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln darf nicht sein – darüber waren sich Politiker fast aller Couleur beim ersten bayerischen Tag der Heilberufe einig. Wenn es bei der Einführung des Versandhandels Fehler gegeben habe, «müssen wir dies jetzt korrigieren», räumte Friedhelm Esch von der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) auf direkte Anfrage des bayerischen Kammerpräsidenten, Dr. Ulrich Krötsch, ein. Ohne Arzneimittelberatung würden Versorgung und Sicherheit der Patienten leiden, sagte Esch bei der Podiumsdiskussion. Dies unterstrich auch die Grünen-Politikerin Theresa Schopper, die zudem auf die Gefahren durch gefälschte Arzneimittel hinwies. Die FDP greife mit ihrem Antrag im Bundestag zu kurz, denn dieser fordert nur eine Abschaffung von Pick-up-Stellen, kritisierte Krötsch. Den «richtigen» Antrag zum Verbot des Versandhandels mit Rx-Arzneimitteln, wie es auch die bayerische Staatsregierung fordert, habe dagegen die Fraktion Die Linke eingebracht. Krötsch stellte in München klar, dass es für die Apotheker eine Schicksalsfrage sei, wie sich die Politiker zum Versandhandel positionieren.
Quelle: www.pharmazeutische-zeitung.de