Ein knurrender Magen verleitet im Supermarkt dazu, öfter als sonst ins Regal zu greifen. Dahinter steckt wohl ein Hungerhormon.
Das Hormon Grehlin, das vom Magen in die Blutbahnen abgegeben wird und das Hungergefühl anregt, beeinflusst offenbar Hirnregionen, die den Menschen stärker auf Nahrungsmittelreize reagieren lassen. Das ergab eine Studie von Wissenschaftlern des Montreal Neurological Institute an der McGill University.
Demnach steigert Grehlin die Wahrnehmung und das Erinnerungsvermögen bezogen auf Lebensmittel. “Wenn man mit leerem Magen in einen Supermarkt geht, sehen alle Lebensmittel besser aus”, sagt Studienleiter Alain Dagher. “Wir haben jetzt herausgefunden, dass Grehlin für die Prozesse im Gehirn verantwortlich ist, die das Essen so ansprechend erscheinen lassen.”
Bisher war man davon ausgegangen, dass Hunger durch zwei verschiedene Mechanismen kontrolliert wird. Zum einen werde er durch einen hormonellen Prozess ausgelöst, bei dem das Gehirn beispielsweise durch Grehlin die Anweisung erhält, den Körper zur Nahrungsaufnahme anzuregen. So soll ein konstantes Körpergewicht und die Energieversorgung aufrechterhalten werden. Zum anderen gebe es den hedonistischen Nahrungsverzehr – das Lustessen. Es wird durch visuelle oder Geruchsreize ausgelöst.
Zu viele Lebenmittel eingekauft? – Grehlin ist schuld
Written By: sunnyapo
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Okt•
29•08
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