Das Bundesversicherungsamt hat festgelegt, wie die Gelder aus dem Gesundheitsfonds an die Krankenkassen verteilt werden. Durchschnittlich 185 Euro erhält jede Kasse pro Versichertem. Je nach Alter, Geschlecht und Gesundheitsstand kann der Betrag jedoch stark schwanken. Für einen 25-jährigen gesunden Mann erhält eine Kasse beispielsweise nur 42 Euro, für einen HIV-Patienten einen Zuschlag von 879 Euro. 80 schwere Erkrankungen sind im sogenannten Morbidität-Risikostruktursausgleich berücksichtigt. Danach ändert sich die Verteilung der Gelder im Vergleich zu den Vorjahren. Eine Krankenkasse kann mehr Geld erhalten, als sie an Beiträgen einnimmt, wenn sie mehr alte und kranke Versicherte hat. Nach Angaben des Bundesversicherungsamts profitieren die Allgemeinen Ortskrankenkassen am meisten: Sie erhalten rund 2,4 Milliarden Euro als nach dem alten Finanzausgleich. Auch die beiden großen Ersatzkrankenkassen Barmer und DAK schneiden gut ab. Schlecht sieht es dagegen für die Techniker Krankenkasse und die Betriebskrankenkassen aus. Letztere erhalten rund 1,1 Milliarden Euro weniger als zuvor. Insgesamt werden im kommenden Jahr 166,8 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds umverteilt.
Quelle: www.pharmazeutische-zeitung.de