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Fettreiche Creme für geschmeidige Fußhaut

Written By: sunnyapo - Jan• 09•09

Ob gesund oder erkrankt: Fußpflege muß sicher schützen

Patienten mit Erkrankungen wie Diabetes mellitus sollten regelmäßig eine fußpflegerische beziehungsweise podologische Praxis aufsuchen. Hier erfahren sie die Behandlung und Pflege der Füße sowie auch stets Beratung. Gerade Diabetiker können sich mit eigenen Maßnahmen dauerhaft vor Folgekomplikationen ihrer Krankheit schützen. Zu den häufigsten zählen Infektionen am Fuß. Zur Vorbeugung spielt besonders die Pflege trockener Fußhaut eine zentrale Rolle. Wer zu trockener Fußhaut neigt, sollte seine Füße mit fettreichen Präparaten eincremen, die über Zusätze an feuchtigkeitsbindenden Substanzen verfügen. Das empfiehlt der Dermatologe Prof. Dr. Wolf-Ingo Worret von der TU München. Der Fettgehalt der Produkte sollte bei mindestens 20 Prozent liegen. Natürliche Hautfunktionen wie Hautatmung, Schweißabgabe oder Wärmeregulation werden nicht beeinträchtigt. Unabhängig von Darreichungsform und Fettgehalt kommt es zu einer teilweisen Abdeckung der Fußhaut. Dabei verstopfen fettreiche Cremes nicht die Poren. Sie verhindern allerdings, wie dies gewünscht ist, den übermäßigen Feuchtigkeitsverlust durch die Haut.

Häufig bei Diabetikern: trockene Haut an den Füßen

Gesunde und vor allem Patienten wie Diabetiker sollten ihre Fußhaut regelmäßig und mit größter Sorgfalt pflegen. Fußsohlen sind frei von Talgdrüsen. Die Haut dort ist nur geschmeidig aufgrund der Fette in der Oberhaut zusammen mit gebundenem Schweiß. Sowohl der Hautfettgehalt als auch die Schweißsekretion sind jedoch gerade bei Diabetikern oftmals erheblich vermindert, vor allem wenn sie zusätzlich an einer diabetischen Nervenstörung leiden. Die Haut trocknet aus und verliert ihre Barriereeigenschaft. Wissenschaftlicher Nachweis hierfür ist ein erhöhter Wasserverlust durch die einzelnen Hautschichten hindurch. Verantwortlich ist ein Mangel an Fett und an Feuchtigkeit. Die Haut ist korrekt ausgedrückt nicht trocken, sondern hydrolipidarm, also arm an Feuchtigkeit und Fett. Bis zu 80 Prozent der Diabetiker sind betroffen. Durch die Anwendung fettreicher Emulsionen mit zusätzlichen Feuchthalte­substanzen kann die durchlässige Hautbarriere wieder hergestellt werden. Der Wasserverlust durch die Haut nimmt ab, erklärt der Dermatologe Prof. Dr. Wolf-Ingo Worret.

Studie belegt: Keine Versiegelung der Haut durch Fett  

Fettreiche Fußpflegepräparate vermindern zwar den Wasserverlust durch die Haut, erhalten dabei jedoch die natürliche Fähigkeit, Flüssigkeit bei Bedarf abzugeben. Sie verschließen niemals vollständig die Haut. Auch das Wärme­regulationsvermögen bleibt bestehen. Dies konnte eine aktuelle Studie mit 20 Probanden zeigen. Geprüft wurden unterschiedlich zusammengesetzte Produkte, darunter drei fettreiche Cremes, eine eher fettarme Schaum­creme sowie Vaseline. Am stärksten wurde die Flüssigkeitsabgabe unter stark fetthaltiger Vaseline nach 30 Minuten gedrosselt. Außerdem wurde sie unter GEHWOL med Lipidro Creme nach 120 Minuten sehr stark gedrosselt. Bei der GEHWOL med Lipidro Creme hielt die Wirkung auch am längsten an. Dieses Präparat bietet demnach den längsten Schutz vor einer Austrocknung der Fußhaut und muss daher auch nicht so häufig aufgetragen werden, erklärt Professor Worret. Besonders bei älteren Menschen und Patienten mit geringerem Pflegebewusstsein sei dies ein Vorteil. Zu einer Versie­gelung der Haut mit vollständiger Unterbindung der Wasserabgabe kam es bei keinem der untersuchten Präparate. Je nach Zusammensetzung wurde der Wasserverlust durch die Hautschichten um maximal 19 Prozent (GEHWOL FUSSKRAFT Blau) bis 27 Prozent (GEHWOL med Lipidro Creme) vermindert. Bei der getesteten Schaumcreme waren es 22 Prozent. Selbst stark fetthaltige Vaseline führte zu keinem vollständigen Verschluss der Haut. Die Vaseline erreichte, nachdem sie den Wasserverlust anfänglich um 27 Prozent reduziert hat, bereits nach 30 Minuten wieder den Ausgangswert.

Keine Beeinträchtigung der natürlichen Hautfunktionen

Wie Prof. Worret erklärt, werden natürliche Haut­funktionen wie die Hautatmung (der Gasaustausch) sowie der Wärmeaustausch selbst dann nicht gestört, wenn man an begrenzten Arealen die Feuchtigkeitsverdunstung vollständig unter­bindet. Die Hautatmung ist beim Menschen nur mit rund einem Prozent an der Gesamtatmung beteiligt. An einem Verschluss der Haut selbst am ganzen Körper könne man daher nicht ?ersticken?. Eine vollständige Abdeckung lediglich der Fußhaut wäre erst Recht unproblematisch. Ihr Beitrag zur Gesamtatmung liegt bei lediglich 0,07 Prozent, ist also faktisch nicht existent, so Worret. Zu einer Über­wärmung bei Verschluss der Fußhaut kann es ebenfalls nicht kommen, erklärt der Dermatologe weiter. Körperwärme wird zum einen durch Feuchtigkeits­verdunstung (Schwitzen) über die gesamte Körper­oberfläche und nicht nur über die Füße abgegeben. Zum anderen sind weitere physikalische Vorgänge an der Temperaturregulation beteiligt, vor allem Strahlung und Wärmeleitung, und dies je nach Außen­temperatur in weitaus größerem Maße.

*Quelle: Gesundheit-aktuell*

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