Rezeptfreie Schlafmittel, die die Wirkstoffe Diphenhydramin und Doxylamin enthalten, sollten nur kurzzeitig eingenommen werden, um Schlafstörungen zu behandeln. Bei längerfristiger Anwendung verlieren sie ihre Wirksamkeit, warnen Deutsche Apotheker. Alternativen sind pflanzliche Mittel.
Rezeptfreie, synthetische Schlafmittel sollten nur in Absprache mit dem Apotheker eingenommen werden. Die beiden Wirkstoffe Diphenhydramin und Doxylamin verlieren bei längerfristiger Anwendung nämlich teilweise ihre Wirksamkeit. Nehmen Sie deshalb rezeptfreie Arzneimittel mit diesen Wirkstoffen nur kurzfristig ein.
Die Wirkung der rezeptfreien synthetischen Schlafmittel, so genannte H1-Antihistaminika, setzt schnell ein. Sie sollten mindestens acht Stunden vor dem geplanten Aufstehen eingenommen werden. Treten trotz der Einnahme Schlafstörungen auf, sollte nachts keine weitere Tablette eingenommen werden. Sonst kann es zu einem Überhang der beruhigenden Wirkung in den Morgen kommen. Alle zwei bis drei Tage sollte die Einnahme unterbrochen werden. So kann überprüft werden, ob die Schlafstörungen weiterhin bestehen.
Alkohol verstärkt die beruhigende Wirkung
Als Nebenwirkungen treten vor allem bei älteren Menschen Blasenentleerungsstörungen, Verstopfung, Mundtrockenheit oder Verwirrtheit auf. Patienten über 65 Jahre sollten mit dem Apotheker über die Dosierung sprechen. Während der Behandlung keinen Alkohol trinken, da er die beruhigende Wirkung unvorhersehbar verstärken kann.
Im Gegensatz zu den synthetischen Schlafmitteln können pflanzliche Schlafmittel, etwa mit Extrakten aus Baldrian, Melisse oder Hopfen, langfristig eingenommen werden. Die pflanzlichen Schlafmittel entfalten ihre Wirkung erst nach einigen Tagen und sind gut verträglich.
Quelle: Gesundistbunt