Er sieht aus wie eine Mischung aus Bankterminal und Bildschirmtelefon: der Pillen-Automat. Er versorgt Apotheken-Kunden rund um die Uhr mit Aspirin, Sonnencreme oder Kondomen. Weit verbreitet sind die Geräte allerdings noch nicht, erst 25 gibt es bundesweit. Das könnte sich bald ändern.
Denn die Abgabe von Medikamenten über einen Automaten ist jetzt offiziell bei allen frei verkäuflichen Arzneien erlaubt. Das entschied gestern der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof (Az: VGH 9 S 2852/08). Ein Mannheimer Apotheker hatte geklagt, als das Regierungspräsidium Karlsruhe den Terminal verbieten wollte.
Jetzt ist klar: Alle Produkte, die man auch in der Drogerie erhalten könnte, sind an den Automaten 24 Stunden erhältlich. Anders verhält es sich mit apothekenpflichtigen Mitteln, wie etwa Paracetamol.
Birte Gölzer, vom Hersteller des Pillen-Automaten, Rowa: „Da gibt es eine Einschränkung. Zwar sind auch diese Medikamente rund um die Uhr erhältlich, aber hier wird der Apotheker per Videokonferenz zugeschaltet, damit eine Beratung stattfinden kann. Das ist dann wie tagsüber an der Ladentheke.“
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Quelle:Bild.de