An Weihnachten und Silvester lauern so manche Gefahren auf unsere vierbeinigen Lieblinge – herumliegende Süßigkeiten, Lametta, Mistelzweige und Böller
Schokolade ist im Trubel schnell stibitzt: Das kann für Hunde tödlich sein
Es blinken Lichterketten, funkeln Weihnachtskugeln und Lametta, Süßigkeiten liegen unbeaufsichtigt herum. Viele ungewohnte Reize strömen auf Hunde und Katzen ein. Frauchen und Herrchen sind beschäftigt und haben keine Zeit für ihre Lieblinge. Da lauern so manche Gefahren – von Übelkeit und Erbrechen, bis hin zu Schnittwunden an den Pfoten, und Panik an Silvester.
An den Festtagen sollte auf Haustiere gut aufgepasst werden. Der Weihnachtsbaum wird am besten mit einer Nylonschnur an Wand oder Decke befestigt, damit ihn kein Tier umstoßen kann. Grundsätzlich sollten Hund und Katze niemals unbeaufsichtigt in einem Raum sein, in dem Kerzen brennen. Sicherer als Wachskerzen seien elektrische Lichterketten, rät die Organisation Vier Pfoten in Hamburg. Empfehlenswert ist für Tierhalter zudem Baumschmuck aus Holz oder Stroh. Fällt eine zerbrechliche Christbaumkugel herunter, können sich Hund oder Katze die Pfoten aufschneiden.
Katzen interessieren sich für Lametta und Weihnachtsgirlanden. Wenn sie etwas von dieser Dekoration verschlucken, kann das den Verdauungstrakt blockieren und die Darmwand durchbrechen. “Versuchen Sie niemals, Ihrem Tier die Schnur wieder aus dem Mund zu ziehen”, warnt die Tierschutzorganisation PETA in Gerlingen bei Stuttgart, “sondern bringen Sie Ihre Katze zum Tierarzt.” Gefährlich ist zudem Baumschmuck, der mit einem Metallhaken befestigt wird, falls er von einem Tier verschluckt wird.
Christbaumständer, die mit Wasser befüllt sind, werden am besten mit einem Tuch abgedeckt. Das hindert die vierbeinigen Mitbewohner, das Wasser zu schlabbern. So werden sie vor spitzen Tannennadeln im Wasser sowie vor den Konservierungsmitteln für den Baum geschützt.
Stechpalmzweige, Mistelzweige und Weihnachtssterne führen – wenn sie gefressen werden – zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall. Diese Pflanzen daher für die Tiere unerreichbar aufstellen.
Vorsicht vor Leckerlis
Hunde können an Schokolade sterben, da der Inhaltsstoff Theobromin für Hunde giftig ist und zu Herzstörungen und Schlaganfällen führen kann. Erklären Sie das auch den Gästen, Kindern und Enkeln. Da Gänse- und Hühnerknochen leicht splittern, passiert es immer wieder, dass sie im Hals eines Tieres feststecken. Sie sind daher für Hunde und Katzen ebenso tabu wie Alkohol.
Wenn das neue Jahr begrüßt wird
Explodierende Feuerwerkskörper können bei Hunden und Katzen Panik auslösen. Gehen Sie rechtzeitig vor dem Silvesterfeuerwerk mit dem Hund Gassi, so lange noch keine Böller gezündet werden. Leinen Sie den Hund an, damit er nicht in Panik davon und vor ein Auto läuft oder versucht, geworfene Kracher zu apportieren. Vergewissern Sie sich, dass er Telefonnummer und Adresse um den Hals trägt. Falls er davonläuft, kann er so zurück gebracht werden. Während des Feuerwerkes bleiben die Tiere am besten im Haus. Rollläden schließen, Licht brennen lassen, leise Musik einschalten, damit die Tiere möglichst wenig von dem Feuerwerk mitbekommen.
Quelle: Apotheken Umschau