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Ohne Kater durch die tollen Tage

Written By: sunnyapo - Feb• 11•10

Feuchtfröhliche Faschingsfeste haben am nächsten Morgen nicht selten unangenehme Folgen. Mit unseren Tipps bringen die tollen Tage weder Kopfweh noch Übelkeit
Nach der ausgelassenen Faschingsparty kommt nicht selten das böse Erwachen: Ein saftiger Kater macht uns mit Kopfschmerzen, Übelkeit und quälendem Durst zu schaffen. Beschwerden, die auch ohne ausführliche Erklärung jedem sofort klar machen, dass Alkoholkonsum – vor allem in größeren Mengen – ziemlich ungesund ist.

Eine Tatsache, die Jecken in diesen Tagen nicht gerne hören wollen und die Fakten deswegen möglicherweise einfach ignorieren. Aber liebe Karnevalisten, bitte weiterlesen! Wenn Sie schon partout nicht auf Bier, Wein & Co. in der fünften Jahreszeit verzichten wollen: Erfahren Sie hier, wie sie die schlimmsten Folgeerscheinungen von Ethanol im Blut vermeiden.

Beerenwein und Likör meiden

Die Beschwerden entstehen, wenn Begleitstoffe abgebaut werden, die in alkoholischen Getränken in unterschiedlicher Menge enthalten sind. Daher machen Beerenwein oder Likör schlimmere Kopfschmerzen als etwa Wodka. Beim Abbau dieser Begleitstoffe entstehen gehäuft Stoffwechselzwischenprodukte wie Acetaldehyd, Formaldehyd und Ameisensäure.

Verminderte Schlafqualität

Zudem stört Alkohol die Schlafqualität, bringt die Wärmeregulation und die Hormonproduktion durcheinander – was den Brummschädel noch verstärkt. Durch den Aufenthalt in verrauchten Räumen entsteht möglicherweise Sauerstoffmangel. Der Tag-Nacht-Rhythmus ist ohnehin gestört. All dies kann die Beschwerden verstärken.

Flüssigkeitsentzug durch Alkohol

Ein weiterer Effekt: Ethylalkohol bewirkt eine Dehydrierung. Der Körper verliert Wasser und wichtige Salze Elektrolyte. Das erklärt den enormen Durst und den Heißhunger auf salzige sowie saure Nahrungsmittel. Die beste Vorbeugung wäre natürlich der Verzicht auf Alkohol.

Tipps zur Katervorbeugung

Wir haben für Sie die wichtigsten Ratschläge zusammen gestellt, wie Sie dem Katzenjammer vorbeugen können:

* Meiden Sie zumindest konzentrierte Alkoholika, vor allem Produkte, die während der Herstellung verschnitten werden. Dazu zählen beispielsweise Brandy, bestimmte Whiskysorten („blended“) und billige Rotweine.

* Gönnen Sie sich hin und wieder ein Glas Wasser oder eine Fruchtsaftschorle zwischendurch, um den Flüssigkeitshaushalt des Körpers einigermaßen aufrecht-
zuerhalten.

* Bewegung (beispielsweise Tanzen) und gelegentliches Tanken von Frischluft beugen einem Sauerstoffmangel vor, der den Katerkopfschmerz verstärken kann.

Linderung am „Tag danach“

Vielleicht haben Sie unsere Ratschläge zur Vorbeugung nicht ausreichend umgesetzt und liegen am nächsten Morgen mit einem dickem Kopf im Bett.

* Wenn es Sie nun nach Rollmöpsen und sauren Gurken gelüstet, dürfen Sie zugreifen und Ihren Elektrolythaushalt ausgleichen. Noch besser: ein Frühstück mit Marmeladebrötchen und frischem Obst.

* Durst löschen Sie mit Fruchtsaftschorle, keinesfalls mit alkoholischen Getränken. Das würde die Katerbeschwerden verzögern und verstärken. Verzichten Sie also besser auf das Sektfrühstück.

* Übrigens: Ein „Ausschwitzen“ des Katers in der Sauna kann gefährlich sein. Weil der Alkohol die Gefäße erweitert und die Anpassung des Kreislaufs beeinträchtigt, wird das Herz durch den Heiß-Kalt-Wechsel möglicherweise überfordert. Es gilt also: Mit einem Kater nicht in die Sauna!

Hilfe aus der Apotheke

Auch in der Apotheke können Sie das eine oder andere Mittel erhalten, das die Katerbeschwerden erleichtern kann:

* Bei starken Kopfschmerzen können Sie zu Präparaten mit Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen greifen. Wenn Sie noch Alkohol im Blut haben, verzichten Sie auf Kopfschmerzmittel mit Paracetamol. Sie belasten die ohnehin schon überforderte Leber in diesem Moment zu sehr.

* Brausetabletten führen dem Körper zusätzlich Flüssigkeit zu. Zum Ausgleich des Mineralstoffverlustes bieten sich spezielle Elektrolytpräparate an.

* Gegen Sodbrennen und saures Aufstoßen eignen sich Antazida wie Hydrotalcit, Magaldrat oder Algeldrat.

* Zur homöopathischen Behandlung von Katerbeschwerden eignen sich Nux vomica D12 Globuli.

Quelle: Apotheken Umschau

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