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Schlaflos in NRW

Written By: sunnyapo - Mrz• 17•10

Krankenstand steigt – Mehr psychische Auffälligkeiten und Schlafstörungen

Düsseldorf -  Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen fehlen immer häufiger wegen psychischer Krankheiten und Schlafstörungen bei der Arbeit. Vermutlich seien Stress und die Sorge um den Verlust ihrer Beschäftigung die Ursachen, teilte die Krankenkasse DAK bei der Vorstellung des “Gesundheitsreports 2009″ gestern in Düsseldorf mit. Fast jeder achte Fehltag durch Krankheit wurde 2009 von einer psychischen Krankheit verursacht; 2008 war es nur jeder zehnte. Laut einer von der Kasse in Auftrag gegebenen Umfrage klagt zudem fast die Hälfte der Beschäftigten über Schlafstörungen.
nsgesamt ist der Krankenstand in NRW im vergangenen Jahr um 0,2 auf 3,3 Prozent im Vergleich zu 2008 gestiegen, geht aus dem Bericht hervor. Das ist der zweithöchste Stand in den letzten zehn Jahren. Atemwegsinfekte in der kalten Jahreszeit hätten den Krankenstand am deutlichsten beeinflusst, ergab die Studie. Die Krankmeldungen aufgrund von Grippe und Erkältungen führten zu 14 Prozent mehr Fehltagen als im Vorjahr. Rund 800 000 Erwerbstätige quälten sich laut DAK-Landeschef Hans-Werner Veen nahezu täglich übermüdet durch ihren Arbeitsalltag. Grund: “Immer mehr Menschen verlieren durch wechselnde Arbeitszeiten und Schichtarbeit die Kontrolle über ihre Schlaf- und Ruhephasen. Besonders eine schlechte Planbarkeit von Arbeitszeiten fördert Schlafstörungen”, sagte Veen. Notwendig sei, Prävention, Diagnostik und Therapie bei Schlafstörungen zu verbessern. Forschungen hätten ergeben, dass chronische Schlafstörungen die Lebenserwartung verkürzen. Deshalb sei diese Krankheit “kein harmloses Lifestyle-Problem, sondern muss sehr ernst genommen werden”, betonte Veen. Chronische Schlafstörungen erhöhen nach dem Gesundheitsreport auch die Gefahr von Herz-Kreislauf Erkrankungen, Infektionen und Depressionen. Auswirkungen auf den Schlaf erzeugen nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch private Gewohnheiten. “Am Abend verwirren wir unsere innere Uhr mit intensiven künstlichen Lichtquellen wie Fernsehen und Computer. Für das Einschlafen haben sie den gleichen Einfluss wie eine Hallo-Wach-Tablette”, sagte Veen.

Quelle: Welt.de

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