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Medikamente und Sonne vertragen sich nicht immer

Written By: sunnyapo - Mrz• 18•10

Es gibt eine Reihe von Arzneimitteln, die im Zusammenhang mit Sonnenlicht Nebenwirkungen auf der Haut auslösen können. Die Folge: heftige, einem Sonnenbrand ähnelnde Symptome. Der Duisburger Hautarzt und Allergologe Dr. med. Arno Köllner erklärt, was man gegen diese sogenannte Photosensibilisierung tun kann.

Rötet sich die Haut in der Sonne, denkt jeder zunächst an einen Sonnenbrand. Nur wer genau hinschaut und -fühlt, kann auf die Idee kommen, dass die Ursache vielleicht woanders liegt. “Wenn eine Hautreaktion auf Sonnenstrahlen durch ein Arzneimittel ausgelöst wird, dann ist die Haut zwar wie beim Sonnenbrand gerötet, aber nicht flächig”, so Köllner. Vielmehr zeigen sich häufig kleine Knötchen oder Bläschen, die dicht beieinander liegen. “Fährt man mit den Fingern über die betroffenen Areale, kann man diese Unebenheiten spüren.” Photosensibilisierung nennen dies die Ärzte.

Und Köllner nennt einen weiteren Unterschied zwischen Sonnenbrand und Arzneimittelfolge: “Photosensibilisierungen treten auch an Stellen des Körpers auf, an denen man normalerweise keinen Sonnenbrand bekommt.” Das heißt, an Stellen, die dem Sonnenlicht nicht direkt ausgesetzt waren. Oft kommen ein starker Juckreiz und stechende Schmerzen hinzu.

Arzneimittel nicht eigenmächtig absetzen

Wer sich unsicher fühlt, sollte auf jeden Fall zeitnah einen Hautarzt aufsuchen. Der falsche Weg: ein Arzneimittel einfach abzusetzen, wenn der Verdacht auf eine Hautnebenwirkung auftaucht. Köllner dazu: “Wenn jemand zum Beispiel ein Mittel gegen Herzrhythmusstörungen einnimmt oder ein harntreibendes Mittel, kann das eigenmächtige Absetzen richtig gefährlich werden.” Die Erste Hilfe bei Hautrötungen lautet “Raus aus der Sonne”. Dann empfiehlt der Hautarzt kühlende Umschläge mit Wasser oder mit kaltem schwarzen Tee. Für die Therapie greifen Ärzte vor allem zu Kortison-haltigen Präparaten. Sie wirken der Entzündung entgegen und fördern so die Heilung.

Sicher vorbeugen

Wichtig zu wissen: Photosensibilisierungen lassen sich vermeiden. Köllner: “Wer die Dauerbehandlung mit einem Arzneimittel braucht, das die Haut für Sonne überempfindlich machen kann, sollte sich täglich mit Sonnenschutzmitteln eincremen. Und ich empfehle, den Körper mit entsprechender Kleidung schützen”. Einfache Maßnahmen. Doch sie reichen aus, um die Haut gesund zu halten.

Apothekerin Isabel Weinert

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

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