Ozon ist ein unsichtbares, giftiges Spurengas, das natürlich in der Atmosphäre vorkommt. Dort – ab zehn Kilometern Höhe – hat es eine wichtige Funktion, denn es schützt die Erde vor der schädlichen ultravioletten Strahlung der Sonne. In Bodennähe kommt Ozon ebenfalls vor – hier ist es aber ein unerwünschtes Umweltgift. Es entsteht, besonders in Ballungsgebieten, durch Luftverunreinigungen. Hohe Lufttemperaturen, starke Sonneneinstrahlung, geringe Windgeschwindigkeit und niedrige Luftfeuchtigkeit fördern die Bildung von Ozon. Seine Konzentration in der Luft kann unter diesen Bedingungen schnell ansteigen.
Auswirkungen auf die Gesundheit
Eine hohe Ozonkonzentration kann Kopf- und Brustschmerzen sowie Schwindel auslösen. Außerdem reizt das Gas die Augen und Schleimhäute und belastet die Atemwege, es kann zu Kurzatmigkeit und verstärktem Hustenreiz kommen. Weitere – zum Teil gravierendere Symptome – können Nasenbluten, Bronchitis und Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge (Ödem) sein. Spezielle Risikogruppen gibt es nicht, jeder Mensch reagiert individuell darauf. Hervorgerufen werden die Beschwerden durch den Aufenthalt im Freien, speziell bei körperlicher Anstrengung.
Anstrengungen meiden und aufs Auto verzichten
Die EU hat bestimmte Schwellenwerte für die Ozonkonzentration festgelegt. Demnach besteht keine Gefahr für die Gesundheit, wenn die Konzentration unter 180 Mikrogramm (millionstel Gramm) Ozon pro Kubikmeter Luft liegt. Wird dieser Wert überschritten, muss die Bevölkerung darüber unterrichtet werden. Empfindlichen Menschen wird dann geraten, körperliche Anstrengungen im Freien und Ausdauersport zu vermeiden. Ab 240 Mikrogramm gelten die Warnhinweise für die ganze Bevölkerung. Die Behörden raten Autofahrern dann auch, ihr Fahrzeug stehen zu lassen oder langsamer zu fahren, um den Schadstoffausstoß zu reduzieren.
Quelle: NDR.de